Scheffold-Gymnasium

Schwäbisch Gmünd

Der große Selbsttest

Handyfreie Woche am Scheffold-Gymnasium

Einen Großteil der Scheffold-Schüler begleiten ihre Smartphones auf so ziemlich jeden Schritt, vor allem die der höheren Stufen. In dieser Altersstufe ist auch das Suchtpotenzial sehr hoch. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, organisierte die SMV des Scheffold-Gymnasiums eine freiwillige handyfreie Woche. Hierbei durfte man eine Woche lang sein Telefon bei den Eltern abgeben oder, wer genug Selbstbeherrschung besaß, konnte es einfach ausgeschaltet zuhause lassen.
Bereits in der vorherigen Woche wurden bei den Medientagen mit Projekten in jeder Klassenstufe über Gefahren, Möglichkeiten und Folgen der immer weiter fortschreitenden Technik aufgeklärt. Vermutlich regten diese Aktionen so manchen zur Teilnahme an diesem Selbstexperiment an. Außerdem wurden im Voraus motivierende Plakate ausgehängt, auf welchen Gründe für die Teilnahme aufgeführt wurden: Beispielsweise hat man zum einen die Möglichkeit sich selbst zu testen und dadurch Schlüsse zu ziehen, inwiefern man tatsächlich von seinem Mobiltelefon abhängig ist. Man findet mehr Zeit für andere Dinge, fühlt sich unabhängiger und entdeckt eine neue und gleichzeitig altbekannte Art der Freiheit wieder, denn für jeden gab es auch eine Zeit ohne topmodernes Telefon. Außerdem kann man sich in Sicherheit wissen, in der Zeit ohne Smartphone nicht über dieses Gerät von Geheimdiensten ausgespäht oder überwacht zu werden.
Im Vorhinein waren die Meinungen geteilt. Manche sagten ohne Vorurteile sofort ihre Teilnahme zu, andere mussten zuerst abwägen, ob sie es sich zutrauten andere wiederum machten sich Sorgen um soziale Kontakte oder organisatorische Schwierigkeiten und waren daher eher kritisch gegenüber dem Projekt. Im Nachhinein war jedoch jeder Teilnehmer überzeugt, dass es sinnvoll ist, manchmal ein wenig Abstand zur allgegenwärtigen Technik zu gewinnen. Die Befürchtungen im Voraus wurden während der Woche kaum bestätigt und wenn ein Bus verpasst wurde, fand man immer eine Möglichkeit dieses Problem zu lösen.
Um das Feedback zu bündeln, wird nun auch noch eine repräsentative Umfrage an der Schule durchgeführt. Doch schon jetzt kann man sagen, dass diese Woche ein voller Erfolg und eine Bereicherung für die Schüler war, die an der Aktion teilgenommen haben. Wenn es sich nun in Zukunft der eine oder andere zweimal überlegt ob er das Handy einfach ausgeschaltet in der Tasche lassen soll und somit die Welt an sich vorbei ziehen lässt, während er auf seinen Bildschirm starrt, hat die Aktion die erhoffte Wirkung erzielt.