Scheffold-Gymnasium

Schwäbisch Gmünd

Schul-Honig und Umweltschutz im Lernwald (Aktion 35 von 50)

Stadt Schwäbisch Gmünd übergibt Waldstück ans Scheffold-Gymnasium

„Das ist ein traumhafter Platz, wie eine Oase“, freute sich der Erste Bürgermeister Christian Baron inmitten eines Hektars Eichenwald, dem neuen Lernwald des Scheffold-Gymnasiums, der direkt neben der Schule beheimatet ist. Gemeinsam mit den Vertretern der Unteren Forstbehörde Ostalbkreis, Jens-Olaf Weiher, Johannes Gugel und Waldhund Cleopatra, übergab Baron im Namen der Stadt Schwäbisch Gmünd den Lernwald feierlich mitten im Jubiläumsjahr des 50-jährigen Bestehens der Schule. „Das Scheffold-Gymnasium geht mit der Zeit: Umwelt, Umweltschutz sind wichtige aktuelle Themen und ich beneide euch, dass ihr die Natur direkt an der Schule erkunden könnt“, ergänzte Baron vor der Klasse 6b, die stellvertretend für die gesamte Schülerschaft den Wald mit ihrer Biolehrerin Dany Pipa-Wieloch überreicht bekam.

Jens-Olaf Weiher stimmte die Klasse auf das Walderlebnis ein, indem er zunächst alle die Augen schließen und die Geräusche des Waldes auf sich wirken ließ. Im Zeitalter von Nachhaltigkeit und Klimawandel sei Wissen über ökologische Zusammenhänge essenziell. „Lernen im Wald, durch den Wald und für den Wald“, formulierte er das Motto in Namen der Landesforstverwaltung. Das Forstamt Schwäbisch Gmünd wird darüber hinaus künftig als Kooperationspartner mit dem Scheffold-Gymnasium agieren, indem beispielsweise mitten im Wald Unterricht in Form von Bodenuntersuchungen mit einer so genannten „Waldbox“ gestaltet werden wird oder Erlebnispädagogik eine Rolle spielen soll. Weiter vermittelt das Forstamt Lernen mit Vogelkundlern und Pilzexpertinnen. Außerdem soll die Lehrerschaft extra fortgebildet werden, um den Wald im Unterricht als Lernort einzubauen.

„Im Sommer wird im Rahmen der Projekttage auch noch ein Wald-Klassenzimmer auf dem Gelände gebaut werden“, kündigte Schulleiter Bernd Gockel erfreut an, damit im neuen Schuljahr noch mehr Wald-Unterricht stattfinden kann.

Platz im Lernwald finden darüber hinaus die drei bereits existenten Bienenvölker des Scheffold-Gymnasiums, die im Rahmen der Bienen-AG unter Leitung der Lehrerinnen Yvonne Schmidt und Mara Böttinger nun in den Wald umgezogen wurden. Bienen-AG-Mitglied Moritz schilderte dem Bienen-Fan Christian Baron, dass anfangs die „Bienenkästen gelötet und gestrichen“ worden seien und seitdem wöchentlich die Population überwacht werde. Namen für die drei Völker auch schon gefunden: Antje, Birgit und Claudia – benannt nach den Bienenköniginnen.

Angesichts zweier Bienen-Völker, die neuerdings auf dem Gmünder Rathausdach beheimatet sind, hielt Christian Baron fürs nächste Jahr gar einen Honig-Wettbewerb für möglich: „Konzentration auf ursprüngliche, nicht industriell verarbeitete Lebensmittel gewinnen an Bedeutung. Wie wäre es also mit einer Austausch-Verkostung: Wer hat den besseren Honig in der Stadt?“, witzelte er.