Scheffold-Gymnasium

Schwäbisch Gmünd

8c beim ZKM Karlsruhe (Aktion 25 von 50)

Endlich dürfen wir wieder Exkursionen machen! Die Klasse 8c startete am Morgen des 1.April mit dem Zug Richtung Karlsruhe, befreit von den üblichen Alltagspflichten. Am dortigen “Zentrum für Kunst und Medien” (ZKM) war es nur in dieser Woche möglich, die drei sehenswerten Ausstellungen “BioMedien”, “The Beauty of Early Life” und “zkm_gameplay” zu besuchen. Das ZKM ist kein gewöhnliches Museum, sondern auch ein Ort der Begegnung für kreative Menschen: In dem über 300 m langen Gebäudekomplex ist auch die dortige Hochschule für Gestaltung (so eine wie bei uns in Schwäbisch Gmünd) untergebracht.
Unser unterhaltsamer Guide Anne präsentierte uns zunächst einige Glanzlichter der “BioMedien”: Begrüßt wird man von einer Faschingsparade bunter Wischmops oder ähnlicher Unwesen auf einem meterlangen Display, die sich völlig menschlich bewegen. In einer ähnlichen Installation “erzeugt” man solche Fantasie-Wesen sogar selbst, indem man sich an Kameras vorbei bewegt (“Create Your Organism”).
An anderer Stelle wurden aus unseren einfachen Handskizzen Hologramme berechnet, die dann auf einem Wasserbecken erschienen, sich gegenseitig auffraßen oder auch mal fortpflanzten. Ihr Verhalten wurde durch Eigenschaften der Skizze gesteuert. (Siehe Bild)


Eine Roboter-Spinne wurde von ihrem “Erbauer” gesteuert – aber nicht bewusst, sondern durch Messdaten seiner Emotionen, die er ständig “live” an die Spinne überträgt.
An einigen Stationen waren auch Erlebnisse (manchmal farbenfroh, manchmal spukhaft) in der “Virtuellen Realität” mittels VR-Brillen möglich. (Siehe Bild)


Aus den chemischen Prozessen beim Wachstum von Pflanzen, oder der Bewegung von Mikroalgen, wurden Klänge erzeugt. Solche surrealen Hintergrundklänge waberten durch die ganze Ausstellung.
Eine Gemeinsamkeit vieler Ausstellungsstücke war also, dass sie, obwohl computergesteuert, wie lebendige Wesen auf Einflüsse der Umwelt reagierten und lebensähnliche Verhaltensweisen zeigten. Solche “Künstliche Intelligenz” (KI) wird ja zur Zeit stark erforscht und weiter entwickelt. Zur Freude von Herrn Keßler waren einige “Arduino”-Bauteile in den Kunstwerken zu erkennen.
In “The Beauty of Early Life” wird die Entstehungsgeschichte der Erde nachgezeichnet: Eiszeiten, Vulkanausbrüche (im Bild zu sehen). Frühe Urbakterien waren wiederum farbenfroh und vergrößert zu sehen. Die Ausstellung lädt zu einer Zeitreise zu den Ursprüngen des Lebens ein. Die Vielfalt und Schönheit der Kunstobjekte der frühen Lebensarten, deren Entstehen und Vergehen beeindruckten die Schüler und vor allem Frau Böttinger.
Die beliebte Dauerausstellung “zkm_gameplay” war unsere letzte Station im ZKM. Von den Anfängen der Videospielkultur mit Spielautomaten und Klötzchengrafik-Spielen über die Konsolen geht es zu kreativen modernen Spielwelten, in die einzutauchen mitunter tagesfüllend sein kann. Besonderen Spaß für Gruppen machen die kooperativen Mehrspieler-Spiele. Nähere Info hier.
Nach so vielen ungewöhnlichen und vielfältigen Sinneseindrücken etwas erschöpft – das ZKM ist eigentlich zu groß für nur einen Besuchstag – schauten wir uns noch ein wenig in der Karlsruher Innenstadt um, leider bei kaltem Nieselregen, der mehr zum Aufenthalt in den Geschäften, Cafés und Restaurants einlud, so dass vom mitgebrachten Taschengeld bald nicht mehr viel übrig war.
Der Rückweg vom Karlsruher Marktplatz nach Hause bescherte uns noch eine Fahrt über die kürzlich erst eingeweihte U-Bahn-Strecke der Fächerstadt. Der direkte IRE nach Hause fiel diesmal nicht aus (wie auf dem Hinweg), und der außerplanmäßige Halt auf freier Strecke störte auch nicht weiter beim Quatschen und Spielen. Karlsruhe war eine Reise wert! Ein Dank an dieser Stelle an die Eltern der 8c, die am Gmünder Bahnhof zum Abholen bereit standen!