Scheffold-Gymnasium

Schwäbisch Gmünd

Stufe 9 in Dachauer KZ-Gedenkstätte (Aktion 18 von 50)

Es sollte ihre erste ganztägige Exkursion seit Ausbruch der Corona-Pandemie werden. Unsere Klassenstufe 9 besuchte im Rahmen des Geschichtsunterrichts die KZ-Gedenkstätte in Dachau. Pro Klasse wurde jeweils eine Führung absolviert, die über das weitläufige Gelände unter anderem mit Appellplatz, Bunkerbau, Baracken und Krematorium führte. Die 9a erfuhr beispielsweise von ihrer Referentin Angela Zander gleich zu Beginn der Führung, dass in der Schwäbisch Gmünder Justizvollzugsanstalt Gotteszell im März 1933 parallel zu Dachau für kurze Zeit ein Frauen-KZ bestand. Nachhaltigen Eindruck hinterließen vor allem an die Wand projizierte persönliche Schilderungen von im Bunker Inhaftierten sowie die nachgebauten Baracken. Die Baracken ließen nur ansatzweise erahnen, wie eng die Existenz auf dem Gelände gewesen sein muss, auf dem gegen Ende des Zweiten Weltkriegs etwa 38.000 Menschen, überwiegend Männer, (zu Tode) gequält wurden – entspricht diese Zahl, um einen Vergleich zu ziehen, doch etwa der Hälfte der gegenwärtigen Bevölkerungszahl Schwäbisch Gmünds. Demütig durchschritt die Schülerschaft abschließend das so genannte “Brausebad”, welches in Wirklichkeit ein Versuchsbau für spätere Vergasungen in Vernichtungslagern war, ohne jedoch dafür in Dachau in Betrieb genommen worden zu sein. Nachdem zum Schluss auf dem Rückweg vom Krematorium, vorbei am Stacheldraht, das Museum noch besucht werden konnte, ging es für die 9er mit ihren Begleitlehrern Frau Michaux, Frau Schmidt, Frau Schubert, Herr Mayer, Herr van der Meijden und Herr Weinberger per Bus wieder zurück nach Schwäbisch Gmünd.