Scheffold-Gymnasium

Schwäbisch Gmünd

Theaterworkshop am Scheffold-Gymnasium (Aktion 16 von 50)

Besuch vom Dramaturgen aus Stuttgart

„Sucht euch einen Gegenstand, der für euch persönlich wichtig ist. Macht damit Geräusche und lasst ein Klangbild entstehen.“ Mit diesen Übungen führt Christoph Sökler, Dramaturg und verantwortlich für die Musiktheatervermittlungan der Jungen Oper im Nord (JOIN) in Stuttgart, die Schülerinnen und Schüler der Musikzüge des Scheffold-Gymnasiums in die „Minimal Music“ von Philip Glass ein. Zwei Tage lang arbeitete er mit den verschiedenen Jahrgangsstufen, um sie auf eine Aufführung vorzubereiten, die am 31. März in der Turnhalle des Scheffold-Gymnasiums für die Schulgemeinschaft zu sehen sein wird: „Les EnfantsTerribles“, nach der Romanvorlage „Kinder der Nacht“ von Jean Cocteau und der Musik von Philipp Glass. „Wir transportieren das Theater in die Turnhalle“, erklärt Sökler seinen aufmerksamen Zuhörern. „Ich bin gespannt, wie es funktionieren wird.“ Sein Konzept: Statt Tänzer kommen Turner auf die Bühne, Turngeräte fungieren als Objekte, die in dieser surrealistisch anmutenden Geschichte ihre eigene Realität bekommen.

Wie das in der Praxis aussieht, zeigt Sökler den Schülerinnen und Schülernmit weiteren Übungen: Turnbewegungen in Endlosschleife oder das Vorlesen einzelner Textpassagen, zu denen die Schülerinnen und Schüler dann kurze Szenen entwickeln sollen. „Es geht immer um Traum und Wirklichkeit, darum, wie realistisch die Realität ist“, betont Sökler. Genau dafür möchte er sein junges Publikum sensibilisieren. Denn die Geschwister Paul und Elisabeth, die im Mittelpunkt der Handlung stehen, kreieren im Stück ihre eigene Wirklichkeit mit eigenwilligen Ritualen und außergewöhnlichen Spielen. Die Handlung kommt in Gang, als sich die Geschwister in verschiedene Personen von außen verlieben, Krankheit, Liebeskummer, Lügen und Verrat sind die Motoren der Geschichte.

Als „großen Gewinn“, bezeichnet Musiklehrerin Diana Magg diesen Workshop der Jungen Oper in Stuttgart. „Die Schülerinnen und Schüler können das Stück so nicht nur intellektuell verstehen, sondern mit den spielerisch-künstlerischen Übungen auch konkret nachvollziehen“, betont sie. Und ist gespannt, wie sich dieses neu entwickelte Verständnis auf die Rezeption der Aufführung bei ihren Schützlingen auswirken wird.