Scheffold-Gymnasium

Schwäbisch Gmünd

Gender-Sensibilität erleben (Aktion 10 von 50)

Verstehen & Verständigung üben mit Lego

Unsere 7. Klassen durften sich, gemeinsam mit Schulsozialarbeiterin Barbara Marques und dem TA-Berater (DGTA) und zertifiziertem Facilitator für die LEGO® SERIOUS PLAY®-Methode, Sven Golob, einen Vormittag mit dem Thema Gender-Sensibilität und Gender-Identität beschäftigen.

Gestützt durch die Methode LEGO® SERIOUS PLAY® wurde den Schüler:innen ein spielerischer und geschützter Umgang zum Begreifen, Erkunden und Erleben eines gender-sensiblen Miteinanders ermöglicht. Durch die klare Struktur und die professionelle und erfahrene Begleitung wurden unterbewusste Rollenbilder sichtbar und konnten von allen verstanden und sich über mögliche Anpassungen verständigt werden.

LEGO® SERIOUS PLAY® (LSP) ist eine Methode, die Kommunikation in Meetings oder der Schule und die Entwickelung von Ideen erleichtert, um Probleme von Einzelpersonen, Teams oder der Klassengemeinschaft und Organisationen zu lösen.

Die Schüler:innen befassten sich mit Fragen wie, „Was bedeuten Weiblichkeit und Männlichkeit für mich?“, „Welche gesellschaftlich etablierten Rollenbilder haben Einfluss auf mich?“, „Wie können wir unsere Bedürfnisse ausdrücken und einander anerkennen?“ und „Wie kann ich Rollenbilder für mich re-definieren?“.

Durch das Erbauen von Modellen mit Lego-Bausteinen, nach der LEGO® SERIOUS PLAY®-Methode, konnten die Schüler:innen „spielerisch“ zum Ausdruck bringen, was allein mit Worten manchmal schwer fällt.

Der Klasse wurde von Sven Golob zuerst eine Einführung in die Methode gegeben. Im Anschluss erbaute jede*r sein Modell, wie die eigene Identität im Bezug zu Rollenvorbildern & Rollenbilder wahrgenommen wird. Ausgehend von diesem Modell beschäftigen sich die Schüler:innen mit so genannten „ungeschriebenen Gesetzen“, wie z.B. „Ein Junge weint nicht!“, „Ein Indianer kennt keinen Schmerz!“, „Mädchen sind brav und passen sich an“. Aus eigenen Erfahrungen der Schüler:innen wurden solche „ungeschriebenen Gesetze“ zum Modell gebracht und im Anschluss so umgebaut, dass eine individuell zustimmende Botschaft entsteht.

Jedes erbaute Modell wurde in einer Kleingruppe vorgestellt, besprochen und diskutiert. Die Schüler:innen hatten an einem Vormittag die Möglichkeit, mit professioneller Anleitung durch Sven Golob, eine wertschätzende und Diversitäts-bewusste Kommunikation erleben und einüben zu dürfen. Die Intention, nämlich ein Bewusstsein zu bekommen, über das Spektrum von Gender-Identität jenseits heteronormativer Rollenkonzepte und Auseinandersetzung mit der eigenen Gender-Identität konnte mit der LEGO® SERIOUS PLAY®-Methode sehr gut verwirklicht werden.

Im letzten Teil des Workshops brachten alle Schüler:innen ihre Modelle so zusammen, dass jede*r seinen Anteil, für ein positives Miteinander in der Klassengemeinschaft, beiträgt.

Dass Lego nicht nur zum Spielen im Kinderzimmer zu gebrauchen ist und dass das Bauen mit Lego durchaus anstrengend sein kann, das erlebten die Schüler:innen der 7. Klassen an diesem Vormittag: „Es hat sehr viel Spaß gemacht, aber es war ein sehr anstrengender Tag!“ „Ich wusste nicht, dass ich durch Legobauen so erledigt sein kann – aber ich fand den Tag toll“ – solche, oder so ähnliche Rückmeldungen kamen viele in den Klassen.

Sven Golob bestätigt, dass dies durchaus in Ordnung ist und  dass entsprechende Rückmeldungen auch von Erwachsenen in großen Firmen oder Organisationen kommen.

Somit hatten wir einen gelungenen und ansprechenden Workshop zu einem durchaus sehr wichtigen Thema!