Scheffold-Gymnasium

Schwäbisch Gmünd

10er bei NS-Gedenk-Ausstellung (Aktion 8 von 50)

Wir wollen 50 Jahre Scheffold-Gymnasium auch immer wieder mit einem Blick zurück in die Geschichte angehen. Passend zu unserem Leitbild-Pfeiler „Verantwortungsbewusstsein“ wollen wir moralisch pflichtbewusst den Gräueltaten der Nationalsozialisten gedenken, um Verantwortung in unserer Gesellschaft zu übernehmen – gerade weil das Scheffold-Gymnasium zu Zeiten des Nationalsozialismus noch nicht existierte.  

Aus diesem Grund besuchte Frau Helming mit ihren zehnten Klassen im Rahmen des Geschichts-Unterrichts die Ausstellung „Ausgrenzung, Raub, Vernichtung. NS-Akteure und ‚Volksgemeinschaft’ gegen die Juden in Württemberg und Hohenzollern“ in der VHS Schwäbisch Gmünd. Um Antisemitismus keinen Platz an unserer Schule zu geben, soll auf Aufklärung gesetzt werden.

Die zehnten Klassen erhielten eine Führung durch den Ausstellungskurator Dr. Ulmer. Auf 36 Tafeln wurde die Geschichte der jüdischen Bevölkerung in Württemberg und Hohenzollern zwischen 1933 und 1945 beschrieben. Es ging am Anfang ganz allgemein um die Schritte der Entrechtung der Juden und anschließend vor allem darum, wer von der Ausgrenzung und Vernichtung der Juden profitierte. Hier zeigte man auf, wie die Volksgemeinschaft als System der Abgrenzung nach außen fungierte und zugleich profitierte, indem Ärzten, Anwälten etc. die Zulassung entzogen wurde, Pachtverträge auf kommunaler Ebene an Juden nicht verlängert, Boykotte gegenüber lokalen Unternehmen vorgenommen wurden etc. Die emigrierten und deportierten Juden hinterließen ein großes Vermögen sowie Hab und Gut, an dem andere sich wiederum bereichert haben.