Scheffold-Gymnasium

Schwäbisch Gmünd

Wieviel Smartphone braucht mein Kind? (Aktion 6 von 50)

Schulsozialarbeitern Barbara Marques organisiert Online-Abend des Scheffold-Gymnasiums

Was haben Steve Jobs und Bill Gates gemeinsam? Mit dieser Frage eröffnete Dieter Hahn, Präventionsbeauftragter des ZSL (Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung) einen kurzweiligen und originellen Online-Abend zum Thema „Mediennutzung bei Kindern“ für Eltern der Fünftklässler. An seiner Seite informierte Karin Samara über die Internetnutzung bei Kindern.

Die beiden Referenten gliederten ihre Präsentation in drei Teile: Hahn erklärte den Eltern beim Thema „Selbstregulation“, warum viele Kinder das Gerät der Wirklichkeit vorziehen. Mitverantwortlich sei das Dopamin, das unser Gehirn ausschüttet. „Wir projizieren Gefühle auf Dinge, von denen wir wissen, dass sie keine haben“, so sein Statement.

Karin Samara machte in ihrem Part deutlich, warum es für sie unumgänglich sei, die Mediennutzung der Kinder zu begleiten. „Kinder wissen, was sie wollen, aber nicht, was sie brauchen“, betonte sie. Und erklärte mit vielen praktischen Tipps, was Kinder in dieser Altersgruppe zum guten Heranreifen benötigen. Neben wohl selbstverständlichen Dingen wie Zuwendung, Wertschätzung, Bewegung und dem Erleben der Welt mit allen Sinnen komme laut dem dänischen Familientherapeuten Jesper Juul noch etwas Wichtiges hinzu: „Kinder brauchen Langeweile!“. Erst dann könnten kreative Prozesse befördert werden. „Kreative Langeweile“, so Samara, „kommt aber in unserem Alltag kaum mehr vor.“

Wie also nun Medienkompetenz stärken? Wie den Umgang mit Smartphones oder Spielekonsolen regeln? Der Abend machte den Eltern Mut, dass die familiäre Auseinandersetzung über den „gesunden“ Umgang mit diesen Geräten nicht nur wichtig ist, sondern auch gelingen kann. „Schließen Sie Elternbündnisse“, so ein Vorschlag der Referenten. Wenn sich zum Beispiel viele Eltern einer 5. Klasse einig seien, dass eine Stunde Smartphone-Nutzung am Tag ausreiche, dann gelte auch die Ausrede „Alle anderen dürfen das auch“, nicht mehr. 

Steve Jobs und Bill Gates haben übrigens genau das gemeinsam (ob sie sich abgesprochen haben, wissen wir leider nicht): Beide waren sehr zögerlich, was die Mediennutzung  ihrer Kinder betraf. Bei Familie Jobs wurde abends gelesen, von Bill Gates stammt der Ausspruch: „Ein Smartphone gibt es nicht, basta!“