Scheffold-Gymnasium

Schwäbisch Gmünd

Das Mathematikum und Justus von Liebig – Exkursion der „Scheffold-Forscher“ nach Gießen

Die traditionelle Exkursion am Schuljahresende führte die Scheffold-Forscher dieses Mal nach Gießen. Unter der Reiseleitung von Frau Schüle und Herrn Fleischer trotzten 15 Schülerinnen und Schüler sowie die beiden Lehrkräfte zunächst der widrigen Zugverbindung, die eine einstündige Verspätung bei der Ankunft in Gießen verursachte. Erste Anlaufstation war das Mathematikum, eine Mitmach- und Mitdenk-Ausstellung zum Anfassen rund um die Mathematik. Wer dort nicht sein Abneigung gegen das Fach verliert, dem ist kaum noch zu helfen. Vor Ort präsentierte man der Gruppe gleich eine passende Aufgabe: Findet die kürzeste Reiseroute von Gießen zu allen 16 Landeshauptstädten. Anschließend arbeiteten sich die Forscherinnen und Forscher durch die verschiedenen Abteilungen der Ausstellung: An welcher Stelle der Zahl Pi taucht das eigene Geburtsdatum auf? Schafft man es ein Rechteck mit verschieden großen Quadraten auszufüllen? Lässt sich mit der Leonardo-Brücke ein Abgrund überwinden? Was hat der Satz des Pythagoras mit dem Gewicht von Kaninchen zu tun? Als besonders attraktiv erwies sich die Station mit der riesigen Seifenhaut, die man um sich herum erschaffen konnte. Der anschließende Fußweg zur Jugendherberge – „wie weit ist es noch?“ – war genau zweimal so lang wie seine Hälfte und wurde rechtzeitig zum Abendessen absolviert. Dann war noch Arbeiten angesagt – Brainstorming für den nächsten „Adventskalender“ – bevor Spiele drinnen oder draußen den Abend beendeten.

Gleich nach dem Frühstück ging es wieder zu Fuß in die Stadtmitte und ohne die Suche nach einem nicht verlorenen Smartphone wären wir auch tatsächlich pünktlich am Liebig-Museum angekommen. Dort erwarteten uns eine spektakuläre, 90-minütige Experimentalvorlesung, gepaart mit Informationen über Justus von Liebig, den wohl berühmtesten deutschen Chemiker, der im 19. Jahrhundert in Gießen forschte und lehrte. Auch beim Rundgang durch seine historischen Räume wurde dann noch das eine oder andere chemische Phänomen präsentiert.

Derart mathematisch und chemisch inspiriert wurde die Rückreise nach Gmünd angetreten, das wieder mit einer Stunde Verspätung erreicht wurde – manchmal ist auf die Bahn Verlass.