Scheffold-Gymnasium

Schwäbisch Gmünd

160 Schüler des Scheffold-Gymnasiums im Musicalfieber

Das Rockmusical „Jesus Christ Superstar“ kurz vor der Premiere

Ein Musikprojekt wie „Jesus Christ Superstar“ ist eine besondere Herausforderung für eine Schulgemeinschaft. Nach sechsmonatiger intensiver Vorbereitungszeit, die Sänger, Schauspieler und Musiker mit großer Energie und Disziplin durchlebt haben, ist allen klar geworden: Nur durch das gemeinsame Zusammenwirken kann etwas Großes entstehen.
Die Schule als gemeinsamer Ort neuer Erfahrungen profitiert enorm von dieser intensiven musikalischen Arbeit:
Verantwortungsbewusstsein, Selbstständigkeit, Achtsamkeit, Urteilsfähigkeit und Weltoffenheit –
wichtige pädagogische Werte, die alle Beteiligten in der Probenpraxis intensiv erfahren haben.
Denn wenn 150 Akteure gemeinsam für ein Ziel arbeiten, bleibt etwas zurück, das die Schüler auch in Zukunft verbindet und miteinander vereint.
Im Interview geben verschiedene Akteure einen lebendigen Einblick in ihre Probenarbeit:

Winfried Butz (Gesamtspielleiter) im Interview

Was ist die größte Herausforderung in Vorbereitung?

Die größte Herausforderung ist momentan, alles zusammen zu führen, über 160 Mitwirkende: Sänger, Chor, Schauspieler und das Orchester wachsen in dieser spannenden Endphase vor der Premiere zusammen. Die fantastische Musik, das Spiel der Sänger und der Akteure sowie die Choreografie miteinander zu verbinden ist eine enorme Herausforderung.

Welche Talente suchten Sie für die Aufführung des Musicals „Jesus Christ Superstar“?

Ich habe Schüler gesucht, die noch nicht am Ziel sind und die Lust verspüren, gemeinsam einen neuen Weg zu entdecken und ausprobieren möchten, sich auf einer Bühne zu entfalten.
Es ist oft der Fall, dass Schüler in ihrer Rolle ein völlig neues Potential an sich entdecken.

Nach welchen Kriterien haben Sie Ihre Besetzung zusammengestellt?

Dieses Mal haben wir kein Casting durchgeführt, denn ich kannte die meisten Schüler schon aus dem Unterricht und konnte somit gut einschätzen, welche Rolle in diesem Musical zu ihnen passt. Aber es war auch sehr spannend, wie es immer wieder Überraschungen gab.

Sie arbeiten mit der Regisseurin Gerburg Maria Müller und der Tanzchoreografin Karen Foster für diese Aufführung zusammen. Was ist wichtig für ihre Zusammenarbeit?

Musiktheater bietet uns eine Möglichkeit, spartenübergreifend zusammen zu arbeiten. Toll war die Erfahrung, wie wir uns gegenseitig verstärkt und immer wieder neue Ideen miteinander diskutiert haben. Es war eine echte Teamarbeit aller Beteiligten.

Kevin Roth, ehemaliger und aktueller „Jesus-Darsteller“

Herr Roth, wie fühlt es sich nach fast 20 Jahren an, wieder in die Rolle des „Jesus“ zu schlüpfen?

Ja, genau gesagt war es vor 19 Jahren das erste Mal, dass ich in dieser Rolle auf der Bühne stand. Eigenartiger Weise kommt es mir immer noch sehr vertraut vor.

Hatten Sie auch Bedenken, wieder in die Rolle zu schlüpfen?

Ja, ich brauchte schon ein paar Tage Bedenkzeit. Ich musste schauen, ob ich die zeitliche Beanspruchung neben meinem Beruf noch bewältigen konnte. Aber es hat geklappt.

Schüler über ihr Projekt

Was bedeutet es für euch, an einem solch großen Musicalprojekt aktiv dabei zu sein?

Viel Übung. Eine große Disziplin bei den Proben. Aber auch viel Lachen, es ist immer sehr lustig. Man lernt, eine besondere Rolle zu spielen.

Gibt es für euch während der langen Probezeit besonders intensive Erlebnisse oder neue Erfahrungen?

Das Lernen einer Choreografie mit Karen Foster war toll. Es ist was ganz Neues, wenn der Chor selbst wirklich tanzt, jede Bewegung ist plötzlich wichtig. Es war überraschend, wie anstrengend das ist, wenn alle im Chor die gleiche Bewegung machen sollen.

Ihr seid ja momentan in der heißen Phase der Vorbereitung. Was ist für euch besonders wichtig für die Premiere am 23. Juli? Euer größter Wunsch?

Dass keiner in den Orchestergraben fällt. Und dass die Hauptcharaktere nicht krank werden, damit wir nicht im letzten Moment etwas ändern müssen. Wir wünschen uns natürlich alle, dass wir vor einem vollen Haus spielen können. Das wäre toll.

Karten für den 23. und 24. Juli für „Jesus Christ Superstar“ können im i-Punkt Schwäbisch Gmünd erworben werden.