Scheffold-Gymnasium

Schwäbisch Gmünd

Brexit und mehr – Studienfahrt nach England

Scheffold-Schülerinnen und -Schüler auf Bildungsreise in Großbritannien

Eine Londoner U-Bahn bleibt kurz vor der Station im Tunnel stehen. Zahlreiche, zum Teil widersprüchliche Durchsagen ergießen sich auf die Fahrgäste. Der Fahrer läuft mehrfach durch den Zug, es ist nicht klar, ob man vor- oder rückwärts weiterfährt – ein knapp einstündiges Spektakel als Sinnbild der gegenwärtigen politischen Situation in Großbritannien.

Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 1 des Scheffold-Gymnasiums erkundeten zusammen mit solchen vom Parler-Gymnasium und vom Schenk-von-Limpurg-Gymnasium aus Gaildorf sowie drei Lehrkräften eine Woche lang das Leben in Südengland. In London erlebten sie dabei Kundgebungen für und gegen den Brexit genauso wie das geschäftige Treiben in Westminster, Downing Street und Whitehall, den politischen Zentren des Landes. Per Boot, U-Bahn oder zu Fuß wurden auch Tower und Tower Bridge, Shakespeares Globe Theatre, Trafalgar Square mit der National Gallery, Buckingham Palace, Covent Garden und andere bekannte Orte im Stadtzentrum angesteuert. London is a vibrant city.

Gemächlicher ging es in Cambridge zu, wo Schüler und Lehrer in der Jugendherberge residierten. Die sehr beschauliche und renommierte Universitätsstadt wurde beim Bummeln oder Stöbern, zum Sportmachen oder für Museums- und Kirchenbesuche in kleinen oder großen Gruppen erkundet. Vor allem die alten Colleges – King’s, Trinity, St. John’s u.a. – hatten es vielen Schülerinnen und Schülern angetan, ein Studium in Cambridge ist wegen der Studiengebühr von etwa 10.000 € allerdings nicht preiswert. Beeindruckend war, dass Wissenschaftler, die den Schülern aus dem Unterricht bekannt sind, hier ihre bedeutenden Entdeckungen machten: z.B. James Watson und Francis Crick (® DNA-Struktur) oder Josef John Thomson (® Entdeckung des Elektrons). Auch Isaak Newton war Professor in Cambridge, hat seine wichtigen Erkenntnisse zur Gravitation und dem Licht aber nicht dort, sondern in seinem Geburtsort, Woolsthorpe Manor, nördlich von Cambridge gemacht. Dem Geburtshaus von Isaac Newtons, wo noch immer Äpfel von Apfelbäumen fallen, statteten die Gmünder und Gaildorfer einen Besuch ab. Ausflüge zur Kathdrale nach Ely sowie dem Amerikanischen Soldatenfriedhof in Cambridge rundeten das Programm ab.

Sehr britisch war während der gesamten Woche auch das Wetter, mit häufig sehr feuchter und sich schnell bewegender Luft im Wechsel mit sonnigen und warmen Phasen.

Wer als Abwechslung suchte, wurde – vielleicht mit Ausnahme des Essens – in dieser Woche nicht enttäuscht.